Interior Design – Market

MJHL Montreux Jazz Heritage Lab


Architecture

ALICE epfl/enac/ia/alice
Dieter Dietz, Olivier Ottevaere, Charlotte Erckrath, Lukas Lenherr, Tibo Smith

Interaction Design
EPFL + ECAL LAB
Nicolas Henchoz, Cem Sever, Daniel Tamburino

Montreux Jazz Heritage Lab photographs © Joel Tettamanti / ALICE Studio EPFL

Coordination of the Montreux Jazz Digital Project
MetaMedia Center, EPFL
 
Partner
Montreux Jazz Festival
 
EPFL Scientific Labs
Laboratory of Electromagnetics and Acoustics
Audiovisual communication Laboratory
Signal Processing Laboratory 2
 
Support
Mr Vasily Shahnovskiy
Mrs Theresa Rydge
Audemars Piguet SA
Lombard Odier Darier Hentsch & Cie
 
Technological Partners
3D audio system : Illusonic (Lausanne)
Loudspeakers : Relec (Yverdon‐les‐Bains)
Acoustic glas : Glas Troesch (Bützberg / Bussigny VD)
Interactive table : to‐fuse (Zürich)


Das berühmte Montreux Jazz Festival hat bereits vor vielen Jahrzehnten damit begonnen, die in seinem Rahmen stattfindenden Konzerte in Bild und Ton aufzeichnen zu lassen und für die Zukunft zu bewahren. Beim Montreux Jazz Heritage Lab (MJHL) handelt es sich um eine modular aufgebaute Raumzelle. Sie wurde geschaffen, um den Besuchern des mittlerweile digitalisierten Konzert-Archivs einen möglichst perfekten visuellen und akustischen Eindruck von diesen Aufnahmen zu vermitteln. Die gekurvte Projektionsfläche, die von dem im Barockzeitalter virtuos gebrauchten trompe l‘oeil Effekt inspiriert ist, soll den Betrachter gleichsam körperlich ins Geschehen ziehen. Für die Geometrie des MJHL und die dabei verwendeten Materialien waren akustische Überlegungen mit ausschlaggebend. Um das Konzerterlebnis gleichzeitig einem größeren Publikum nahe zu bringen, kann eine Seitenwand der Raumzelle wie eine Tür komplett

aufgeklappt werden.


Kommentar der Jury:

In diesem für das Archiv des Montreux Jazz Festivals geschaffenen Raumgebilde manifestiert sich ein radikaler Ansatz, der auf eindrückliche Weise umgesetzt wurde: Alles ist hier auf ein möglichst intensives und authentische Erlebnis der Konzertmitschnitte ausgerichtet - sowohl visuell als auch soundtechnisch. Der kokonartig konzipierte Raum fördert die Konzentration auf das Archivmaterial. Seine Form bringt gleichsam die Energie der Musik zum Ausdruck. Die modulare Konstruktion der Raumzelle erweitert die Einsatzmöglichkeit des Heritage Lab. Vorbildlich erscheint diese Nomination schliesslich auch als ein Projekt der universitären Ausbildung - Learning by Doing im besten Sinn des Wortes. 


Kommentar der Nominatoren:

Das Holzvolumen übersetzt die digitalen Inhalte gekonnt in die analoge Welt. Dank der Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen gelingt es, das multimediale Archiv auf überzeugende und eindrückliche Weise zu erschliessen. Der modulare Aufbau macht das aus 1300 Holzelementen zusammengefügte Heritage Lab mobil.


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